Die Marke IKON: Der Übergang von einem klassischen zu einem datenbankgestützten Produktionsprozess.

Konzeption, Koordination und Umsetzung der Hauptpreisliste der Marke IKON. IKON, hervorgegangen aus der 1926 gegründeten ZEISS IKON AG, ist in Deutschland die erfolgreichste Marke von ASSA ABLOY für Schliess- und Sicherheitstechnik.

Die Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH hatte für seine Marke IKON bereits in einem separaten Projekt, eine Produktdatenbank eingeführt und die Daten aus dem ERP-System übernommen. Wir wurden damit beauftragt, das Konzept und die Gestaltung der Katalog-Preisliste zusammen mit dem Auftraggeber zu entwickeln und die Anbindung der Backend Systeme zu begleiten.

Aufgabe
Bei der Analyse wurde deutlich, dass zwar Informationen in die Produktdatenbank übernommen wurden, diese aber in einem separaten Kreislauf noch einmal von den Produktmanagern freigegeben werden mussten. Parallel dazu mussten die Gestaltungstemplates für die verschiedenen Produktbereiche entwickelt werden, um daraus automatisiert die Katalogseiten zu erstellen.

Dabei spielten verschiedene Aspekte eine zentrale Rolle:
1. Hohe Komplexität der Daten und Produktattribute
2. Grosse Produktvielfalt durch circa 2000 Produkte im Sortiment
3. Gemeinsame Produktionsplattform für alle Beteiligten
4. Mehrstufiger Freigabeprozess

Vorgehensweise
Es wurden parallel 2 Prozesse angeschoben:
1. Design des Publikationskonzepts und Abstimmung der Layout-Master und Templates
2. Strukturierung und Anreicherung der dezentral vorliegenden Produkt- und Unternehmensdaten in einer zentralen, medienneutralen Produktdatenbank.

Durch die Parallelisierung des Prozesses konnten Form und Inhalt klar getrennt bearbeitet werden. Dabei hätte theoretisch die Datenanreicherung isoliert betrachtet werden können. In der Tat wird das bei vielen technisch orientierten Dienstleistern so getan. Wir unterscheiden uns in dieser Hinsicht.

Unser informationsorientierter Ansatz im Design lässt auch gegenseitige Beeinflussung der Prozesse zu. So stellte sich bei der Analyse der Inhaltsstruktur der Publikation heraus (die bis dato historisch gewachsen war), dass sich ein besserer Katalogaufbau mit den angereicherten Produktdaten realisieren lies. Diese Ideen konnten sowohl in der Datenbank als auch im Design sofort integriert werden, dadurch konnten mühsame und komplizierte Abstimmungskreisläufe vermieden werden.

Produktionsphase
1. Einbindung externer Dienstleister (Hausagentur, Übersetzer)
2. Späte Verfügbarkeit von verbindlichen Produkt- und Preisinformationen (insbesondere Produkt-Neuentwicklungen)
3. Termin zur Fertigstellung (Messetermin)

Durch die separaten Freigabeprozesse für Inhalt und Design konnte ein extrem enger Zeitrahmen für die Produktion des Katalogs eingehalten werden. Für das gesamte Projekt wurden 3 Monate Zeit benötigt. Besonders die späte Verfügbarkeit von Produktinformationen bremst in dieser Phase viele Produktionen aus, da die Gestaltung ohne letztgültige Produktinformationen nicht freigegeben werden kann. Durch den Einsatz einer Integrierten Produktionsplattform zusammen mit der Produktdatenbank konnte der gesamte Erstellungsprozess für alle Beteiligten nachvollziehbar gemacht werden. Auch externe Dienstleister, wie Übersetzer und Agenturen konnten ihre Medien "just in time" beisteuern.

Review
Im Rahmen eines sogenannten Reviews wurden die erzielten Ergebnisse bewertet und eine Roadmap für die Weiterentwicklung von Design und Datenbasis festgelegt. Dadurch hat das Unternehmen erstmalig eine mittelfristige Strategie für die Publikation und die Datenbasis realisiert.